Leichte Sprache

Herzlich willkommen auf der Internet·Seite der KHG Kerntechnische Hilfsdienst GmbH.
Auf dieser Seite erklären wir Ihnen die Aufgaben der KHG in leichter Sprache.

Über uns

Die KHG Kerntechnische Hilfsdienst GmbH ist eine Firma.
Die Firma hilft, wenn ein Atom·Unfall passiert.
Zum Beispiel in einem Atom·Kraftwerk.
Oder in einem Lager für Atom·Müll.

In Deutschland gibt es verschiedene kern·technische Anlagen.
Zum Beispiel Atom·Kraftwerke.
Oder Lager für Atom·Müll.
Die Atom·Kraftwerke werden alle abgebaut.
Die Lager für Atom·Müll sind noch da.

Es gibt auch noch andere kern·technische Anlagen.
Zum Beispiel Labore.

Kern·technische Anlage ist ein schwieriges Wort.
Man kann auch Atom·Anlage sagen.

In Atom·Anlagen arbeiten die Menschen mit gefährlichen Sachen.
Zum Beispiel mit Uran.

Uran ist ein Metall.
Das Metall ist radio·aktiv.

Radio·aktiv bedeutet:
Das Metall hat eine gefährliche Strahlung.

Die Strahlen sind so ähnlich wie Wärme·strahlen von der Sonne.
Sie sind aber viel gefährlicher.
Wir können sie nicht sehen.
Wir können sie nicht fühlen.
Wir können sie nicht schmecken.
Sie können aber überall hin·strahlen.
Manche Strahlen gehen sogar durch Wände.

Die Strahlen sind sehr gefährlich.
Davon kann man sehr krank werden.
Oder sterben.

Die Atom·Anlagen in Deutschland sind sehr sicher.
Das muss auch so sein.
Die gefährlichen Strahlen dürfen nicht
aus den Atom·Anlagen raus in die Umwelt kommen.

Normalerweise passiert so etwas nicht.
Wenn so etwas trotzdem passiert,
dann ist das ein Atom·Unfall.

Bei einem Atom·Unfall werden der Boden, die Luft oder das Wasser
radio·aktiv verschmutzt.
Das nennt man: Kontamination.

In Deutschland ist das noch nicht passiert.
Aber vielleicht passiert das irgendwann doch einmal.

Dann muss schnell Hilfe kommen.

Dafür gibt es uns.
Die KHG Kerntechnische Hilfsdienst GmbH.
Die Abkürzung ist: KHG

Wir helfen, wenn in einer Atom·Anlage
ein Atom·Unfall passiert ist.

Dafür haben wir Spezialistinnen und Spezialisten.
Das sind Fachleute mit einer Spezial·Ausbildung.
Und wir haben Spezial·Geräte und Spezial·Ausrüstung.

Unsere Fahrzeuge, unsere Technik und unsere Ausrüstung sind immer ganz modern.

Wir haben eine Ruf·Bereitschaft.

Ruf·Bereitschaft bedeutet:
Man kann uns immer anrufen, wenn ein Atom·Unfall passiert.
Jeden Tag. Auch nachts.

Eine Gruppe von unseren Fachleuten ist immer bereit.
Wenn ein Atom·Unfall passiert ist,
dann kommen die Fachleute sofort.

Die KHG gibt es seit dem 16. September 1977.
Die Zentrale ist in Eggenstein-Leopoldshafen.
Das ist in der Nähe von Karlsruhe.

Die KHG gehört 3 anderen Firmen:

  • der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH,
  • der JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH und
  • der KTE Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH.

Unsere Aufgaben

Ein Atom·Unfall in einer Atom·Anlage ist gefährlich.
Weil dabei vielleicht gefährliche Strahlen in die Umwelt kommen.
Das ist gefährlich für Menschen. Für Tiere. Und für die Umwelt.
Dann müssen Fachleute kommen. Und helfen.
So lange, bis die Gefahr vorbei ist.

Das sind unsere Aufgaben:

Strahlen·Schutz

Bei einem Unfall in einer Atom·Anlage kommen vielleicht gefährliche Strahlen in die Luft.

Die Fachleute von der KHG müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Atom·Anlage vor den Strahlen schützen.
Sie müssen auch die Bevölkerung vor den Strahlen schützen. Mit Bevölkerung sind wir alle gemeint.

Die Fachleute messen die Strahlen.

Sie messen:

  • Wie stark sind die Strahlen.
  • Wie gefährlich sind die Strahlen.

Die Fachleute von der KHG schauen auch:
Wo sind die gefährlichen Strahlen.
Sind die gefährlichen Strahlen nur im Haus.
Oder nur in einem Raum.
Oder sind die gefährlichen Strahlen auch draußen.
Zum Beispiel in der Luft. Im Wasser. Oder im Boden.

Dann machen sie einen Plan:

  • Wie können wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Atom·Anlage schützen.
  • Was müssen wir für den Schutz der Bevölkerung machen.
  • Was müssen wir machen,
    damit die Strahlen wieder verschwinden.
  • Was müssen wir machen,
    bis die Gefahr zu Ende ist.

Die Fachleute von der KHG betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Atom·Anlage.

Sie geben ihnen Schutz·Ausrüstung.
Das sind Sachen zum Schutz vor den gefährlichen Strahlen.
Zum Beispiel Schutz·Kleidung.

Und sie arbeiten mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von der Atom·Anlage zusammen.
So lange, bis die Gefahr vorbei ist.

Die Spezialisten von der KHG kümmern sich auch um die Spezial·Technik.

Und sie machen Kurse über Strahlen·Schutz.
Damit andere Fachleute auch wissen, was sie machen sollen.
Wenn ein Atom·Unfall passiert.

De·Kontamination: Radio·aktive Verschmutzung wegmachen 

Wenn ein Atom·Unfall passiert, dann kommen vielleicht gefährliche Strahlen in die Umwelt. Und verschmutzen die Umwelt radio·aktiv.
Oder die gefährlichen Strahlen kommen an die Menschen.
Das nennt man Kontamination.
Die radio·aktive Verschmutzung ist gefährlich.
Sie muss wieder verschwinden.

Die radio·aktive Verschmutzung kann man nicht einfach abwaschen.

Die Spezialisten von der KHG benutzen Spezial·Geräte
Spezial·Ausrüstung.

Damit geht die radio·aktive Verschmutzung wieder weg.
Das nennt man: De·Kontamination.

Die Fachleute von der KHG sind für die Spezial·Geräte
und die Spezial·Ausrüstung zuständig.
Sie verbessern die Spezial·Geräte und die Spezial·Ausrüstung.
Und sie erfinden neue Spezial·Geräte und Spezial·Ausrüstung.
Das gehört auch zu ihren Aufgaben.

Computer·Programme für den Strahlen·Schutz

Jeder Atom·Unfall ist anders.
Und jede Gefahr bei einem Atom·Unfall ist anders.

Die Fachleute von der KHG müssen viele verschiedene Messungen machen.
Die Ergebnisse von diesen Messungen müssen sie im Computer speichern.
Und an verschiedene Stellen weiter·geben. Deshalb hat die KHG Spezial·Computer·Programme.

Die Ergebnisse von den Messungen sind die Mess·Daten.
Die Mess·Daten sind wichtig für die Fachleute.

Damit sie wissen:

  • Wo ist die Gefahr.
  • Wie groß ist die Gefahr.
  • Und was müssen wir machen.
    Damit die Gefahr wieder weg geht.

Die Mess·Daten sind auch wichtig für andere Firmen.

Zum Beispiel für Firmen, die Spezial·Fahrzeuge bauen.
Oder für Firmen, die Spezial·Ausrüstung machen.

Und die KHG braucht die Mess·Daten für ihre Berichte.

Technik mit Fern·Steuerung

Die Strahlen bei einem Atom·Unfall sind gefährlich für Menschen.
Deshalb arbeiten die Fachleute von der KHG oft mit fern·gesteuerten Geräten.
Das sind Geräte mit einer Fern·Bedienung.

Fern·gesteuerte Geräte helfen den Fachleuten.
Sie müssen dann nicht in den Raum mit den gefährlichen Strahlen gehen.
Oder verstrahlte Sachen anfassen.

Es gibt fern·gesteuerte Geräte für kleinere Sachen.
Zum Beispiel für Arbeiten in einem verstrahlten Raum.
Und es gibt fern·gesteuerte Geräte für größere Sachen.
Zum Beispiel, wenn man verstrahlte Erde ausbaggern muss.

Die Fachleute von der KHG kennen sich sehr gut mit den fern·gesteuerten Geräten aus.
Sie machen regelmäßig Kurse.
Und Übungen mit den Geräten.

Telefone und Funk·Technik

Wenn ein Atom·Unfall passiert, dann funktioniert die Technik dort oft nicht mehr.
Zum Beispiel Telefone, Computer und das Internet.
Die Fachleute müssen aber telefonieren.
Oder brauchen das Internet.

Deshalb bringt die KHG Spezial·Telefone mit.
Zum Beispiel Satelliten·Telefone.
Und Funk·Geräte.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der KHG
kennen sich genau mit der Spezial·Technik und den Geräten aus.
Und wissen, wie man die Technik und die Geräte benutzt.

Elektro·Technik

Bei einem Atom·Unfall gibt es vielleicht keinen Strom mehr.
Dann braucht man Geräte, die Strom machen.

Die KHG hat Strom·Generatoren in vielen verschiedenen Größen.

Strom·Generatoren sind Motoren.
Damit kann man Strom machen.

Die Strom·Generatoren funktionieren mit Diesel.

Manchmal braucht man nur kleine Strom·Generatoren.

Zum Beispiel, wenn man Strom für einen Raum braucht.
Oder für ein elektrisches Gerät.

Manchmal braucht man große Strom·Generatoren.

Zum Beispiel für eine Zelt·Stadt.

Alle Strom·Generatoren kann man auf Fahrzeuge laden.
Oder als Anhänger an ein Fahrzeug hängen.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der KHG
kennen sich mit den Strom·Generatoren aus.
Und wissen, wie man die Strom·Generatoren benutzt.

Fahrzeug·Technik

Die KHG arbeitet in ganz Deutschland.
Wenn irgendwo in Deutschland ein Atom·Unfall passiert,
dann muss die Spezial·Technik der KHG schnell dorthin gebracht werden.

Dafür hat die KHG verschiedene Spezial·Fahrzeuge:

Autos. Klein·Busse. Und kleine und große Lastwagen.
Damit können die Fachleute alles mitnehmen, was sie brauchen.

Die Fachleute von der KHG und von den Partner·Firmen haben den Führerschein für die verschiedenen Fahrzeuge.
Und dürfen die verschiedenen Fahrzeuge fahren.

Aufgaben in der Zentrale und im Büro

Natürlich gibt es auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro.
Sie sind für die Arbeit in der Zentrale zuständig.

In der Zentrale gibt es viele verschiedene Aufgaben.

Zum Beispiel beim Telefon·Dienst.
Aufgaben im Einkauf.
Aufgaben im Lager.
Und noch viele andere Aufgaben.

Schulungen und Übungen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KHG müssen eine sehr gute Spezial·Ausbildung haben.
Und sie müssen immer die neuesten Sachen lernen. Deshalb machen sie regelmäßig Kurse und Übungen.

Sie üben zum Beispiel mit den Spezial·Geräten und der Spezial·Ausrüstung.
Das ist wichtig.

Damit sie sofort wissen:
Wie funktionieren die Geräte.
Und wie muss man die Geräte und die Spezial·Ausrüstung benutzen.

Die Spezialisten machen auch regelmäßig Übungen in Atom·Anlagen.

Sie üben zusammen mit den Beschäftigten dort.
Damit alle gut zusammen·arbeiten,
wenn ein Atom·Unfall passiert.

Arbeit als Ausbilder oder Ausbilderin für Fachleute
Zusammen·Arbeit mit Ministerien und anderen Stellen

Die Fachleute von der KHG haben alle eine sehr gute Spezial·Ausbildung gemacht. Einige von ihnen geben ihr Wissen an andere weiter. Sie sind Ausbilderinnen und Ausbilder für neue Fachleute. Und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr für ihren Beruf lernen möchten.

Die KHG arbeitet verschiedenen Stellen zusammen.
In ganz Deutschland. Und in Ländern auf der ganzen Welt.

Zum Beispiel mit der Bundes·Regierung.
Mit Ministerien.
Und verschiedenen anderen Stellen.

Wir beraten diese Stellen.
Wir machen gemeinsame Veranstaltungen.
Und wir machen gemeinsame Übungen.

Kontakt zu uns

Haben Sie Fragen?
Möchten Sie gerne mehr über die Arbeit der KHG wissen?
Dann sind Sie hier richtig!

Rufen Sie uns an.
Oder schreiben Sie uns.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen Ihnen gerne weiter.

KHG Kerntechnische Hilfsdienst GmbH
Am Schröcker Tor 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Telefon: 07247 81-0
E-Mail: mail@khgmbh.de

Leichte Sprache

Gabriele Raber, leicht gesagt – Agentur für leichte Sprache (www.leicht-gesagt.de) hat den Text in Leichte Sprache übersetzt. Sandra Losch, Stiftung Waldheim, Ambulant betreutes Wohnen, Twistringen hat den Text geprüft.

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